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Grüner Wasserstoff in Niedersachsen: Wirtschaftsministerium vernetzt KMU

Grünen Wasserstoff zu erzeugen und zu verwenden ist eine wesentliche Voraussetzung, um die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Niedersachsen eröffnet der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft neue Wertschöpfungspotentiale und zukunftsfähige Arbeitsplätze. Deshalb hat das Niedersächsische Wirtschaftsministerium heute zusammen mit dem Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN), den Unternehmerverbänden Niedersachsen (UVN) und der JA-Gastechnology eine Informationsveranstaltung über die Wertschöpfungspotentiale der Wasserstoffwirtschaft auf dem Gelände der JA-Gastechnology in Burgwedel veranstaltet. Verschiedenste Akteure der Branche waren eingeladen, die unternehmerischen Möglichkeiten einer grünen Wasserstoffwirtschaft zu diskutieren und sich miteinander zu vernetzen.

„Dass die niedersächsischen KMU so ein großes Interesse am Thema grüner Wasserstoff haben, freut mich sehr“, so Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann in seinem Grußwort zum Auftakt der Veranstaltung. „Nur mit ihrem Know-How und ihren Kompetenzen kann Niedersachsen vom Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft profitieren. Mit der Norddeutschen Wasserstoffstrategie haben wir daher schon früh die Bedeutung des Themas für die wirtschaftliche Entwicklung betont. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen ergeben sich hieraus Chancen für Wertschöpfung und Beschäftigung direkt in den Betrieben. Ich bin fest davon überzeugt: Grüner Wasserstoff beziehungsweise synthetische Energieträger sind die einzige Alternative, um die CO2-Emissionen im Industriesektor deutlich zu senken.“

Benedikt Hüppe, Stellv. Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V. (UVN): „Die Ziele zum Umbau unserer Wirtschaft sind von der Politik im neuen Koalitionsvertrag bestätigt. Um sie zu erreichen, müssen die Emissionen bis 2030 sechsmal schneller gesenkt werden als in den 20 Jahren zuvor. Dafür brauchen wir Wasserstoff, und zwar viel Wasserstoff. Daher kommt es in Niedersachsen auf jedes Projekt an, damit wird dieses knappe Gut ausreichend zur Verfügung haben. Insbesondere der Mittelstand hat keine Spielräume zum Ausprobieren, sondern benötigt funktionierende Lösungen. Bis 2030 wird das in Deutschland rund 800 Milliarden Euro Investitionen zusätzlich erfordern, in Niedersachsen also mindestens 80 Milliarden Euro. Einen Großteil davon muss die Wirtschaft leisten."

EFZN-Vorstandssprecher Richard Hanke-Rauschenbach hebt die Chancen hervor, die darin liegen, niedersächsische Unternehmen als Ausrüster einer künftigen Wasserstoffwirtschaft zu installieren: „Unsere Veranstaltung will vor allem dabei helfen, KMU aus Niedersachsen als Hersteller der Komponenten künftiger Wasserstoff-Erzeugungs-/ Transport- und Nutzungsketten zu gewinnen.“ Diesen Trend nicht zu verpassen und sich zum richtigen Zeitpunkt in Position zu bringen, sei das Gebot der Stunde: „Hier liegen jetzt große wirtschaftliche Potentiale und Chancen für den Standort Niedersachsen, die wir nicht ungenutzt verstreichen lassen sollten.“

Jens Asmuth, Geschäftsführender Gesellschafter und Inhaber (JA-Gastechnology GmbH): „Das Technologieunternehmen JAG als KMU aus Niedersachsen unterstützt Konzerne bei der Umsetzung ihrer Wasserstoff-Strategie, um die gesetzten Ziele der CO2 Reduzierung zu erreichen. KMU sind die Schnellboote für die großen Unternehmen um Wettbewerbsvorteile zu generieren. Wir glauben daran, dass Niedersachsen als Flächenland bestens für eine Wasserstoffinfrastruktur geeignet ist, um die Wasserstoffmobilität voranzutreiben. Insbesondere leichte und schwere Nutzfahrzeuge, landwirtschaftliche Fahrzeuge und Busse können mit grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien zukünftig klimaneutral betrieben werden. Die Wasserstoffwirtschaft bietet Niedersachsen und seinen KMU ein außergewöhnliches Entwicklungspotential für die nächsten Jahre, welches in einen Standortvorteil umgesetzt werden kann.“


Artikel-Informationen

erstellt am:
02.12.2021

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