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Lies: Niedersachsen macht sich weiter für Elektromobilität stark

Niedersachsen macht sich auch nach dem Auslaufen der Bundesförderung im so genannten „Schaufenster Elektromobilität“ weiter für das Thema Elektromobilität stark. Bei einer Fachveranstaltung am heutigen Donnerstagabend (3. Dezember) vor etwa 200 Gästen in Hannover stellte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies die geplanten Fördervorhaben des Landes für 2016 vor.

So wird das Omnibusförderprogramm des Landes einen deutlichen Schwerpunkt bei der Elektromobilität setzen: Je schadstoffärmer ein neu anzuschaffender Omnibus ist, desto höher die Förderung. Demnach wird ein vollelektrisch angetriebener Omnibus deutlich höher aus Landesmitteln gefördert als ein Hybrid oder ein dieselbetriebener Bus.

Das Land will außerdem den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Niedersachsen vorantreiben. Kurz vor der Fertigstellung steht eine Förderrichtlinie, um im Rahmen der neuen EU-Förderperiode Städte und Landkreise sowohl beim Aufbau von Schnellladepunkten als auch von „normalen“ Ladestationen unterstützen zu können. Gedacht ist an eine Förderung von 50 Prozent, hierfür stehen rund zehn Millionen Euro zur Verfügung. Unabhängig davon setzt Niedersachsen die Förderung von Ladestationen an P+R-Parkplätzen fort.

Auf der Grundlage der positiven Erfahrungen der Flottenerprobung im Rahmen des Schaufensters beim Paritätischen Wohlfahrtsverband in Wolfsburg beabsichtigt das Land, ein Förderprogramm für den Einsatz von Elektrofahrzeugen im Bereich Pflege und Betreuung in Niedersachsen aufzulegen.

Neben der direkten Förderung wird das Land außerdem die Netzwerkarbeit und die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf dem Feld weiter unterstützen. Hierfür werden beim Innovationszentrum Niedersachsen zwei Stellen geschaffen, um ein „Netzwerk Mobilität“ mit dem Schwerpunkt Elektromobilität zu etablieren und die Arbeit des zuständigen Fachreferates im Wirtschaftsministeriums zu unterstützen.

Minister Lies erklärte am Donnerstagabend:

„Das Schaufenster Elektromobilität hat in den vergangenen Jahren mit 30 Einzelprojekten das Thema deutlich ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt und im wahrsten Sinne des Wortes ,erfahrbar‘ gemacht. Ich erinnere nur an unsere Sieben-Städte-Tour durch Niedersachsen im Frühjahr und Sommer mit mehr als 100.000 Besuchern und 3.775 registrierten Probefahrten bei unseren Partnern. Mein Dank gilt den Beteiligten an allen 30 Projekten, insbesondere der Metropolregion Hannover, Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg, die die Schaufensteraktivitäten koordiniert hat. Jetzt müssen wir aber nach vorne schauen. Ich bin entschlossen, die Elektromobilität mit unseren Möglichkeiten weiter zu fördern. Das von der Kanzlerin formulierte Ziel - eine Million zugelassene Elektroautos im Jahr 2020 – liegt noch in weiter Ferne. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass sich der Bund zu direkter staatlicher Förderung entscheiden muss. 5.000 Euro Prämie beim Kauf eines neuen Elektroautos – davon rücke ich nicht ab. Wir wollen auf der einen Seite das Klima schonen und auf der anderen Seite aber auch die deutsche Automobilindustrie stärken. Wir haben eine technologische Führungsrolle, die wir auch behalten wollen. Elektromobilität ist eine Zukunftsperspektive. Die Forschung und Entwicklung auf diesem Feld konzentriert sich dort, wo auch ein Markt ist. Deshalb sollten wir den Markthochlauf in Deutschland nach Kräften unterstützen.“

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Artikel-Informationen

erstellt am:
03.12.2015

Ansprechpartner/in:
Herr Stefan Wittke

Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung
Pressesprecher
Friedrichswall 1
30159 Hannover
Tel: (0511) 120-5427
Fax: (0511) 120-995427

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