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Robotik, Nachhaltigkeit und künstliche Intelligenz: Niedersachsens Wirtschaftsminister reist mit Unternehmerdelegation in die USA

Althusmann: „Ein enges transatlantisches Bündnis bei Digitalisierung und Energie gerade jetzt!“


Gemeinsam mit etwa 40 Unternehmerinnen und Unternehmern aus Niedersachsen startet Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann an diesem Sonntag seine Delegationsreise in die USA. Bis zum 25. Juni wird Althusmann auf den Stationen New York, Boston und Chicago US-amerikanische Unternehmen besuchen sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik treffen.

Althusmann: „Die USA sind gerade in Zeiten eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges von Russland gegen die Ukraine und der dadurch bedrohten europäischen Friedensordnung ein wichtiger Garant für unsere Sicherheit. Auch bei der Neuaufstellung unserer Energieversorgung, unter anderem mit neuen LNG-Terminals an der Nordseeküste, spielen die USA eine wichtige Rolle. Die engen deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen tragen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Wohlstand auch in Niedersachsen bei – gerade in geopolitischen Umbrüchen wie diesen!“

Seit 2009 unterhält Niedersachsen eine Repräsentanz in den USA, um Unternehmen bei ihrem Markteintritt zu unterstützen. Althusmann: „Die USA sind nach wie vor treibende Kraft bei der Entwicklung neuer Technologien. Hier sehen wir ideale Anknüpfungspunkte, besonders bei digital getriebenen Themen wie Medizintechnik, Life Science, Biotech oder Mobilität der Zukunft.“

Für Impulse sorgen sollen unter anderem Besuche des SAP Nachhaltigkeitscenters in New York, des „Science und Engineering Complex“ (SEAS) der Universität Harvard und der Chicagoer Niederlassung des deutschen Technologie-Unternehmens Harting. Ebenfalls im Programm: Ein Treffen mit Vertretern des „Autodesk Center“ Boston, wo neue Maßstäbe auf den Gebieten der Automatisierung und Künstlichen Intelligenz gesetzt werden – Themen, die für Niedersachsen strategisch eine große Bedeutung haben. Das gilt auch für „Mass Robotics“, einem populären Innovationszentrum für Robotik und vernetzte Geräte an der US-Ostküste.

Hintergrundinformationen:

Die USA sind der siebwichtigste Wirtschaftspartner Niedersachsens. Dies resultiert aus Exporten in Höhe von 5,4 Milliarden Euro und Importen von 4,3 Milliarden Euro (2021). Nach einem starken Einbruch der Exporte Niedersachsens in 2020 (- 38,6 Prozent), erfolgte in 2021 eine ebenso deutliche Erholung mit 41,6 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Importen, jedoch weniger stark ausgeprägt mit einem Minus von 8,2 Prozent in 2020 und einem Anstieg von 14,3 Prozent in 2021.

Es gibt eine Vielzahl von niedersächsischen Unternehmen, die in den USA tätig sind: Neben Volkswagen und Continental beispielsweise Symrise (Duft- und Geschmacksstoffe, Holzminden), GEA PHE Systems (Wärmetauscher, Sarstedt), SD Automotive (Werkzeug-, Prototypen- und Modellbau für die Automobilindustrie, Georgsmarienhütte), Ado (Gardinen und Dekostoffe, Aschendorf), Otto Bock (Medizintechnik, Duderstadt), Neuenhauser (Maschinenbau und Automatisierung, Neuenhausen), Krone (Landtechnik, Spelle). Ebenfalls sind viele amerikanische Unternehmen in Niedersachsen wirtschaftlich aktiv, darunter bspw. GE Wind Energy GmbH (Windkraft, Salzbergen), TRW Automotive (Sicherheitssysteme Automobilbau, Barsinghausen, Giesen und Beckedorf), Johnson Controls (Autobatterien, Hannover), Honeywell Specialty Chemicals Seelze GmbH (Chemie, Seelze), Dow Chemical (Chemie, Stade), Mars GmbH (Nahrungsmittel, Verden).


Artikel-Informationen

erstellt am:
17.06.2022

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