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Sechs Monate Masterplan Digitalisierung

Eine Zwischenbilanz


 

Im Sommer 2018 hat die Niedersächsische Landesregierung den Masterplan Digitalisierung beschlossen. Seitdem arbeiten alle Ressorts unter Federführung des Wirtschaftsministeriums an der Umsetzung der Digitalstrategie für Niedersachsen.

„Gemeinsam mit Unternehmen, Landkreisen, Kommunen, Kammern und Verbänden setzen wir mit Hochdruck die ehrgeizig gesetzten Ziele tatkräftig um. Das gilt für den digitalen Infrastrukturausbau genauso wie für die voranschreitende Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft. Der Start in die digitale Zukunft ist gelungen“, sagt Niedersachsens Wirtschafts- und Digitalisierungsminister Dr. Bernd Althusmann.

Mit der Gründung der Digitalagentur wurde ein erster Meilenstein gesetzt. Diese bündelt als zentraler Ansprechpartner Unterstützungsangebote für Mittelstand und Handwerk. „Die Digitalagentur kann eine gute Ergänzung schon bestehender Einrichtungen sein“, sagt Dr. Susanne Schmitt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen.

Mit dem im Sommer neu eingeführten „Digitalbonus“ können Unternehmen künftig einen Zuschuss von bis zu 10.000 Euro für Investitionen zur Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen erhalten. Minister Althusmann: „Der Digitalbonus ist ein entscheidender Quantensprung. Das Förderprogramm wird auch komplett digital beantragt werden können. Die Landesregierung stellt hier 15 Millionen Euro im Sinne der Mittelständler zur Verfügung.“

In den Ausbau der Glasfasernetze investiert Niedersachsen über 350 Millionen Euro. Damit sollen sowohl in den Städten als auch auf dem Land unterversorgte Gebiete sowie Gewerbegebiete, Schulen und Krankenhäuser schnell gigabitfähige Anschlüsse erhalten. Althusmann: „Der Breitbandausbau als ein Teil der Digitalisierungsstrategie Niedersachsens kommt gut voran. Wer mit offenen Augen durch Niedersachsen fährt, erlebt überall im Land, dass Straßen aufgerissen werden, dass gebaut wird, dass Kabel verlegt werden.“

Auch die Hauptgeschäftsführerin der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen, Dr. Hildegard Sander, begrüßt den breiten Ansatz der Ausbaupläne: „Wir schätzen an dem Masterplan, dass die ländlichen Gebiete bei der Versorgung mit digitaler Infrastruktur nicht ausgenommen, sondern Ballungsräume und ländliche Gebiete gleichwertig behandelt werden sollen.“

Ebenso wichtig wie leistungsfähige Internetanschlüsse ist eine flächendeckende Mobilfunkversorgung. Minister Althusmann: „Wir wollen bis 2021 den 4G-Standard flächendeckend anbieten. Hier setzen wir als Land Niedersachsen eigene Maßstäbe. Wir haben 99 Bereiche identifiziert, in denen wir keine Mobilfunkabdeckung haben. Gemeinsam mit der Industrie müssen wir diese Lücken schnellstmöglich schließen.“

„Man hat sich richtige Gigabit-Ziele gesetzt. Im Moment sieht es so aus, dass der Weg, der im Masterplan vorgegeben ist, eingehalten wird“, sagt Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen.

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