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Brexit - Informationen für Unternehmen

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Eine Taschenuhr Uhr mit britischer und EU-Fahne - Fahne, Grossbritannien, EU, Europäische Union, Symbol, Emblem, Sterne, Sternenkranz, Taschenuhr, Uhr, Zeit, symbolisch, 5 vor 12.  

Die Uhr tickt…

Mit knapper Mehrheit haben die Britinnen und Briten im Referendum am 23. Juni 2016 für den Austritt gestimmt. Im März 2017 teilte die damalige Premierministerin May der EU die Austrittsabsicht des Landes mit.

Seitdem läuft die Zeit: Die EU und das Vereinigte Königreich haben verhandelt, wie der Austritt ablaufen soll.

Das ausgehandelte Austrittsabkommen, das eine Reihe von Bedingungen festschreiben sollte und eine Übergangszeit vorsah, in der über die künftigen Beziehungen verhandelt werden könnte und in der das Vereinigte Königreich quasi weiter als EU-Mitglied gelten sollte, ist vom britischen Unterhaus mehrfach abgelehnt worden.

Die Staats- und Regierungschefs der EU-27 haben sich mit dem Vereinigten Königreich auf eine weitere Verschiebung des Austrittstermins geeinigt: Spätestens bis zum 31. Oktober soll das Vereinigte Königreich die EU verlassen. Gelingt den Briten vorher eine Einigung auf das Austrittsabkommen, kann der Austritt zum Beginn des dann folgenden Monats vollzogen werden.


Sollte Großbritannien ohne Austrittsvertrag aus der EU ausscheiden, würde das Land automatisch zum Drittstaat, in dem EU-Regelungen nicht mehr gelten.


Ein solcher no deal-Brexit hätte für alle Beteiligten gravierende Folgen. Ein paar Beispiele:

  • Wo bisher der europäische Binnenmarkt ungehinderten Handel ermöglichte, müssten nach den Regeln der Welthandelsorganisation WTO Zölle erhoben werden. Das würde mehr Aufwand bedeuten, Zeit und Geld kosten.
  • Technische Standards und Zertifizierungen, die überall in der EU gelten, könnten im Handel mit dem Vereinigten Königreich nicht mehr angewandt werden, es müssten neue Regelungen her.
  • Auch die bisherigen Regelungen für die gegenseitige Anerkennung von Berufsabschlüssen würden im Austausch mit dem Vereinigten Königreich nicht mehr gelten.

Die andauernde Unsicherheit, ob ein geordneter Austritt gelingt oder es zu einem chaotischen no deal-Brexit kommt, ist für Unternehmen und Beschäftigte belastend.


Vorbereitungen auf den Brexit

Um negative Folgen des Brexit zu vermeiden oder wenigstens abzumildern, müssen sich alle Beteiligten rechtzeitig auf Veränderungen einstellen.Die gilt insbesondere für die niedersächsischen Unternehmen, deren Lieferketten engen mit denen Großbritanniens verflochten sind.


Eine Herausforderung ist die Vorbereitung auf den Brexit vor allem für kleinere Unternehmen, die bisher nur im europäischen Binnenmarkt aktiv waren und keine Erfahrungen im Handel mit Staaten außerhalb der Europäischen Union haben.


Um die niedersächsischen Unternehmen bei Ihrer Vorbereitung auf den Brexit zu unterstützen, sind auf unserer Webseite einschlägige Informationen, Checklisten und Leitfäden zum Thema gebündelt. Zudem hat das Wirtschaftsministerium einen Ansprechpartner benannt, an den sich niedersächsische Unternehmen mit ihren Fragen wenden können.


Ansprechpartner für die Unternehmen ist Dr. Niels Kämpny , Leiter der Abteilung Industrie und Maritime Wirtschaft.

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