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Betriebsparteien bei der Meyer Werft stellen Eckpunkte für Sanierung vor

Olaf Lies: „Gemeinsame Lösung ist Chance für eine neue Geschlossenheit und Voraussetzung für den weiteren Prozess“


Die Betriebsparteien der Meyer Werft haben soeben die Eckpunkte für die anstehende Sanierung des Unternehmens vorgestellt. Demnach sollen statt der ursprünglich von der Geschäftsführung angekündigten 440 Stellen nun 340 reduziert werden. Dabei solle auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden. Außerdem habe man sich auf einen Erhalt von 3.100 Stellen bis 2030 sowie auf die Einrichtung eines Aufsichtsrates sowie eines Konzernbetriebsrates verständigt.

Das kommentiert der Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies wie folgt:

„Diese Einigung ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass alle Beteiligten hier gemeinsam an einer Lösung für die aktuellen Herausforderungen arbeiten. Das ist die Chance für eine neue Geschlossenheit. Wir begrüßen diese Verständigung sehr, denn sie ist gleichzeitig auch Voraussetzung für den weiteren Prozess. Gerade die nun geplante Einrichtung eines Aufsichtsrats und eines Konzernbetriebsrates ist ein Signal für einen transparenten und mitbestimmten Neustart der Werft.

Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass jeder einzelne Arbeitsplatz ein schmerzhafter Verlust ist. Die Aussicht aber, dass dieser Abbau von Beschäftigung möglichst sozialverträglich erfolgen wird und verbunden ist mit der Beschäftigungsgarantie zeigt doch, dass auf der einen Seite allen der absolute Ernst der Lage bewusst ist. Und man ist in dieser schweren Zeit dennoch in der Lage, gemeinsame Lösungen zu finden. Damit bleibt Beschäftigung auf der Werft langfristig gesichert und auch eine Ausweitung von Werkverträgen wird verhindert. Zum anderen ist das auch Ausdruck der guten Zukunftsprognose für die Werft. Die Auftragslage ist sehr gut und auch die Kundenstruktur ist stark. Trotz aller Herausforderungen stimmt das zuversichtlich für den weiteren Weg.“

Artikel-Informationen

erstellt am:
03.07.2024

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